Archive für 24.10.2007

Pizza und Eishockey

Letzten Samstag haben wir ein paar Leute aus der Schule zu uns eingeladen. Haben eine Familienpizza aus dem Superstore und Bier besorgt, was man hier in Kanada bei den Preisen wirklich mit Verstand trinken muss.

Zum Thema Alkohol: Den gibt es gar nicht im normalen Supermarkt und noch nicht mal an der Tanke zu kaufen, sondern nur Liquorstores und ist sehr sehr teuer. Das tolle dabei ist aber, dass bestimmte Leute in meinem Umfeld hier nicht so oft betrunken werden wie sonst zu Hause ;-)

Zurück zu Hause habe ich mir mit meinem tollen Haushaltsgeschick erstmal die Hand verbrannt, als ich dieses Monster von 16-Inch-Pizza in den Ofen schieben wollte. Frage mich, wann der Tag kommt, an dem ich mich mit meinem Talent das erste mal bei Subway am Powerofen verbrenne oder mich beim Highspeed-Gemüse-schneiden an diesen superscharfen Schneidemaschinen verletze.

 

Sonntag waren wir wieder mal beim Eishockey, aber diesmal hatten wir Karten für die „Giants“, die U20-Manschaft von Vancouver. Es war echt interessant, die haben viel lebhafter, aber auch chaotischer gespielt als die „Canucks“ und leider 2:0 gegen die „Chiefs“ verloren. War danach etwas frustriert, weil Vancouver anscheinend in jedem Sport versagt. (Alle 4 Spiele, die ich bisher gesehen habe, haben sie verloren L)

Mein neuer Job

Sooo, nach langer Blogabstinenz wird’s mal wieder Zeit was zu schreiben. Hat sich ja wieder einiges getan.

Weil ich in dem Cafe in West Vancouver nur 2-3 Stunden in der Mittagszeit beschäftigt bin, und das noch nicht mal jeden Tag, habe ich mich auf die Suche nach einem anderen Job gemacht und war nach weiteren 8 Bewerbungen endlich erfolgreich: Arbeite jetzt als „Sandwichdesigner“ bei Subway. Meine Arbeit besteht aber nicht nur aus Sandwiches bauen, sondern auch aus Hochgeschwindigkeits-Gemüse-schneiden, spülen, sauber machen und andere lustigen Sachen. Der Laden ist gleich an der Schule um die Ecke, also leicht zu erreichen. Bis jetzt arbeite ich nur abends da, weil ich noch im „Training“ bin und weil sie abends nicht so „busy“ sind wie tagsüber.

Das Cafe in West Vancouver ist übrigens doch kein „organic“ Cafe, das war es nur unter den Vorbesitzern. Die Libanesen haben dem Cafe den ätzenden Namen „Taste of Paradise“ verpasst. Sie sind nach wie vor nicht so „busy“, sodass sie mir nur ein paar Stunden in der Woche anbieten, und sonst wird der Laden vom Chaos beherrscht. Muss oft irgendwelche Schränke mit nutzlosen Sachen sortieren, die sie im Laden eigentlich gar nicht brauchen („Organize this“), was immer damit endet, dass ich fast alles in den „Staffroom“ packe, der jetzt schon zum bersten voll ist. Und überhaupt ist es dort eher „unschön“ organisiert. Da wird schon mal ein starker Espresso in die nur halbvolle Kaffeetasse gekippt, wenn der „Dripcoffee“ alle ist und das Trinkgeld für mich einfach in die eigene Kasse gesteckt… Könnte noch mehr erzählen.

Sonst sind die beiden aber sehr sehr nett und großzügig. Darf frei Essen und Cappuchino trinken, so viel ich will. Muss ja mit der Maschine üben. Das klappt soweit auch schon ganz gut, die Standardgetränke könnte ich eigentlich schon machen (wenn wir die nicht-vorhandenen Espresso-, Latte Machiato- und großen Milchkaffeetassen da hätten!)

 

So viel zu meiner Arbeit, sonst passiert hier im Moment nicht viel. Durch unsere eher unglücklichen Arbeitszeiten (Sven arbeitet von 9:30 bis 18:00 Uhr, ich bin von 17-21Uhr im Subway) sehen wir uns nur morgens und spät abends, aber geht nicht anders…

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